Freitag, 27. Januar 2012

Emma Goldman (1869-1940)

>>>>
>>>> Emma Goldman, Gelebtes Leben
>>>> Gebunden mit Schutzumschlag, Lesebändchen Großformat, 928 Seiten, mit
>>>> 48 Fotografien illustriert
>>>> 978-3-89401-731-6, 34,90 €
>>>>
>>>>>>
>>>>>> http://www.graswurzel.net/315/goldman.shtml
>>>>>> GWR 315 Januar 2007
>>>>>>
>>>>>> Emma Goldman - Anarchistin und Pädagogin
>>>>>> Revolutionäre Kosmopolitin
>>>>>>
>>>>>> "Red Emma", wie Emma Goldman (1869-1940) in den USA von der Presse
>>>>>> genannt
>>>>>> wurde, ist nicht nur eine der bekanntesten Frauenrechtlerinnen der USA im
>>>>>> frühen 20. Jahrhundert, sie zählt auch zu den bedeutendsten
>>>>>> Anarchistinnen
>>>>>> der Neuzeit.
>>>>>>
>>>>>> Als "Anarchafeministin" prägte sie zusammen mit anderen Anarchistinnen
>>>>>> wie
>>>>>> etwa der Amerikanerin und Zeitgenossin Voltairine des Cleyre (1866-1912),
>>>>>> der gebürtigen Ukrainerin Milly Witkop-Rocker (1877-1955) oder der
>>>>>> Französin
>>>>>> Louise Michel (1830-1905) libertäre Positionen für den Feminismus des 20.
>>>>>> Jahrhunderts. Darüber hinaus - und dieser Aspekt ihres Lebens ist in
>>>>>> Deutschland noch wenig diskutiert - engagierte sie sich auch sehr für
>>>>>> eine
>>>>>> libertäre Schulbewegung und gründete 1909 zusammen mit Alexander Berkman
>>>>>> (1870-1936) und Leonard Abbott die Francisco Ferrer Association, die
>>>>>> wichtigste libertäre Organisation zur Verbreitung des rationalistischen
>>>>>> Schulmodells des Spaniers Francisco Ferrer (1859-1909) in den USA im
>>>>>> ersten
>>>>>> Drittel des letzten Jahrhunderts (vgl. Ferrer 03).
>>>>>>
>>>>>> Diese beiden Aspekte ihres Lebens - Emma Goldman als Anarchistin und als
>>>>>> Bildungspolitikerin - stehen im Mittelpunkt der folgenden Skizze zu
>>>>>> dieser
>>>>>> bemerkenswerten Frau. Von ihren über 70 Lebensjahren waren zwei Drittel
>>>>>> geprägt durch einen ständigen politischen Kampf gegen Unterdrückung und
>>>>>> Gewalt und für Gleichheit, Freiheit und Würde des Menschen. Dieser Kampf
>>>>>> und
>>>>>> ihre Vision eines libertären und kosmopolitischen Humanismus führten sie
>>>>>> durch Nordamerika, Europa und Russland und machten sie zu einer
>>>>>> herausragenden politischen Persönlichkeit des 20. Jahrhunderts. Sie
>>>>>> kannte
>>>>>> John Reed, Jack London und Henry Miller, sie korrespondierte mit Bertrand
>>>>>> Russel, Aldous Huxley und Rudolf Rocker, sie "kämpfte" mit John Most,
>>>>>> Alexander Berkman, Voltairine des Cleyre und stand an der Seite von
>>>>>> CNT-FAI-KämpferInnen während des Spanischen Bürgerkrieges (1936-1939),
>>>>>> sie
>>>>>> lebte revolutionär und kosmopolitisch. Sie kämpfte für den
>>>>>> Achtstundentag,
>>>>>> für Geburtenkontrolle, für die Legalisierung der
>>>>>> Schwangerschaftsunterbrechung, für Pressefreiheit, gegen Postzensur, für
>>>>>> die
>>>>>> "Freie Liebe" und die Gleichberechtigung der Frauen. Sie wurde in diesem
>>>>>> Sinne zur libertären Ikone des Anarchismus und zählt zu jenen
>>>>>> revolutionären
>>>>>> Frauen des 20. Jahrhundert, die ihm das nachhaltige Profil der
>>>>>> Emanzipation
>>>>>> gaben.
>>>>>> Emma Goldman - Quellen und Rezeption
>>>>>>
>>>>>> Die Quellen zu Emma Goldmans Leben sind vielfältig. Neben zahlreichen
>>>>>> Aufsätzen und Traktaten hinterlässt Goldman vor allem eine umfangreiche
>>>>>> Autobiographie, die erstmals 1931 in New York erschien und in der ersten
>>>>>> deutschen Übersetzung von 1978 drei Bände mit insgesamt 1171 Seiten
>>>>>> umfasst
>>>>>> (Goldman 1978). Sie zählt nicht nur zu den herausragenden Autobiographien
>>>>>> des Feminismus im 20. Jahrhundert, sondern auch zu den bemerkenswertesten
>>>>>> Lebenszeugnissen von Libertären und ist vergleichbar mit den großen
>>>>>> Memoiren
>>>>>> von Rudolf Rocker (1974) und Peter Kropotkin (1969). Eine weitere
>>>>>> wichtige
>>>>>> Quelle zu ihrer politischen Orientierung ist die von ihr herausgegebenen
>>>>>> Zeitschrift Mother Earth (Goldman 1969), die von 1906 bis 1917 erschien
>>>>>> und
>>>>>> zu einem zentralen Sprachrohr ihres Anarchismus wurde. Ihre
>>>>>> enttäuschenden
>>>>>> Erfahrungen im russischen Exil 1919 bis 1921 verarbeitete sie in der
>>>>>> Schrift
>>>>>> "Die Ursachen des Niedergangs der Russischen Revolution" (Goldman 1922).
>>>>>> Eine bemerkenswerte Biographie stammt von Candace Falk, die auf zufällig
>>>>>> gefundenen Briefen in einem Gitarrengeschäft 1975 beruhen und das
>>>>>> Liebesverhältnis zwischen Ben Reitman, einem acht Jahre jüngeren Arzt,
>>>>>> und
>>>>>> Goldman dokumentieren (Falk 1987). Dieser erotische Briefwechsel gilt als
>>>>>> wichtige Ergänzung ihrer Autobiographie und beschreibt die gleichsam
>>>>>> "private" Emma Goldman.
>>>>>>
>>>>>> In Deutschland erschienen ihre Schriften in den 1920er und 1930er Jahren
>>>>>> vor
>>>>>> allem im Verlag Der Syndikalist (Berlin) - der zentrale Verlag der
>>>>>> deutschen
>>>>>> Anarchosyndikalisten -, der ihre Abrechnung mit dem Sowjetischen System
>>>>>> nach
>>>>>> der Oktoberrevolution 1922 mit einem Vorwort von Rudolf Rocker
>>>>>> veröffentlichte. Nach 1945 ist es im deutschsprachigen Raum bis heute der
>>>>>> anarchistische Karin Kramer Verlag (Berlin), der Emma Goldman wieder
>>>>>> zugänglich machte. Er veröffentlichte Ende der 1960er Jahre - zu diesem
>>>>>> Zeitpunkt "firmierte" er noch unter dem Namen Underground Press L. -
>>>>>> erstmals wieder in einer Reprintausgabe Goldmans Analyse der Russischen
>>>>>> Revolution (Goldman 1968 und 1970), 1977 eine Reihe von Aufsätzen unter
>>>>>> dem
>>>>>> Titel "Das Tragische an der Emanzipation der Frau" (Goldman 1977) und
>>>>>> schließlich die dreibändige deutsche Erstübersetzung ihrer Autobiographie
>>>>>> (Goldman 1978(a)). Die deutsche Übersetzung der Biographie von Candace
>>>>>> Falk,
>>>>>> "Liebe und Anarchie", erschien 1987.
>>>>>>
>>>>>> Kurze Hinweise mit Textausschnitten aus Aufsätzen erscheinen ab Ende der
>>>>>> 1960er Jahre in verschiedenen Quellenbänden zum Anarchismus. Von Erwin
>>>>>> Oberländer wird Goldman dabei zusammen mit John Most, Peter Kropotkin und
>>>>>> Elisée Reclus in den Kontext des Kommunistischen Anarchismus gestellt
>>>>>> (Oberländer (Hg.) 1972, S. 282-291) und in dem Sammelband von Helmut
>>>>>> Ahrens,
>>>>>> Hans-Jürgen Degen und Christoph Geist findet Goldman Platz als
>>>>>> Vertreterin
>>>>>> des anarchistischen Feminismus (Ahrens/Degen/Geist (Hg.) 1980, S.
>>>>>> 155-158).
>>>>>> Erstmals wieder erwähnt in einem akademisch orientierten Sammelband über
>>>>>> den
>>>>>> Anarchismus wird Goldman von dem Soziologen Otthein Rammstedt 1969
>>>>>> (Rammstedt 1969, S. 121-125) und mit einer deutschen Erstübersetzung aus
>>>>>> Mother Earth über den Patriotismus taucht Goldman in dem Sammelband von
>>>>>> Achim von Borries und Ingeborg Brandies 1970 auf (von Borries/Brandies
>>>>>> 1970,
>>>>>> S. 151-162).
>>>>>>
>>>>>> Daneben erschienen in den späten 1970er und frühern 1980er Jahren eine
>>>>>> Reihe
>>>>>> von Broschüren mit deutschen Erstübersetzungen von Aufsätzen aus Mother
>>>>>> Earth, die von Anarchistischen Vereinigungen herausgegeben wurden. Der
>>>>>> Anarchistische Bund Berlin publizierte beispielsweise in seiner Heftreihe
>>>>>> anarchistische texte im Libertad Verlag (Berlin) den Aufsatz "Anarchismus
>>>>>> -
>>>>>> seine wirkliche Bedeutung" in einer ersten Auflage von 2000 Exemplaren
>>>>>> 1978
>>>>>> und in einer zweiten Auflage 1981 nochmals mit 3000 Exemplaren (Goldman
>>>>>> 1978(b)). Ebenso veröffentlichte die Anarchistische Vereinigung
>>>>>> Norddeutschland Ende der 1970er Jahre und in einer zweiten Auflage 1983
>>>>>> erstmals vier Aufsätze in einer deutschen Übersetzung im Ems-Kopp Verlag
>>>>>> (Meppen/Ems) in einer Gesamtauflage von ca. 2000 Exemplaren (Goldman
>>>>>> 1983).
>>>>>>
>>>>>> Rezeptionsgeschichtlich kann damit vermutet werden, dass Goldman erst ab
>>>>>> Ende der 1970er Jahre wieder in Deutschland verstärkt rezipiert wurde.
>>>>>> Diese
>>>>>> Diskussion fand nahezu ausschließlich in der damaligen anarchistischen
>>>>>> Bewegung statt, die zu diesem Zeitpunkt im Kontext der
>>>>>> Post-Alternativ-Bewegung angesiedelt war. Rezeptionsgeschichtliche Spuren
>>>>>> in
>>>>>> der Frauenbewegung bzw. -forschung finden sich dagegen selten. Von einer
>>>>>> systematischen und anhaltenden Diskussion über Goldman kann im deutschen
>>>>>> Sprachraum nicht gesprochen werden. Sowohl im politikwissenschaftlichen
>>>>>> Diskurs als auch im Szene-Diskurs des deutschen Anarchismus ist man in
>>>>>> den
>>>>>> letzten 30 Jahren nicht über eine verkürzte ideen- und
>>>>>> biographiegeschichtliche Beschreibung ihres Lebens hinausgekommen. In dem
>>>>>> jüngst erschienenen Einführungsband in den Anarchismus von Hans-Jürgen
>>>>>> Degen
>>>>>> und Jochen Knoblauch (Degen/Knoblauch 2006) wiederholen sich die
>>>>>> Statements
>>>>>> und Einschätzungen aus den 1970er Jahren zu ihrer Bedeutung für den
>>>>>> modernen
>>>>>> Anarchismus. Was ansteht, ist eine systematische Analyse ihrer
>>>>>> Vorstellungen
>>>>>> von "Freier Liebe", Familie und Geschlecht, ihrer pädagogischen und
>>>>>> bildungspolitischen Vorstellungen sowie ihrer Vorstellungen von Gewalt
>>>>>> und
>>>>>> Militarismus.
>>>>>>
>>>>>> "Wie ich mein Leben lebte"
>>>>>>
>>>>>> Diese sinngemäße deutsche Übersetzung des Titels ihrer selbstbewussten
>>>>>> und
>>>>>> -kritischen Autobiographie, "Living my Life" (1931), beschreibt mit einem
>>>>>> Satz die Qualität ihres politischen Lebens: Sie lebte ein Leben nach
>>>>>> ihren
>>>>>> Vorstellungen und gegen vorherrschende Regeln. Die Antwort auf die Frage,
>>>>>> ob
>>>>>> ihr Leben dabei "erfolgreich" war, fällt ebenso schwer wie leicht. Aus
>>>>>> dem
>>>>>> Blickwinkel emanzipatorischer und revolutionärer Politik betrachtet, sind
>>>>>> Erfolg und Scheitern die Zwillinge desselben gesellschaftlichen Handels.
>>>>>> Eine Trennung fällt schwer, denn erfolgreich kann nur sein, was auch
>>>>>> scheitern kann und darf. So gesehen war Goldman erfolgreich und
>>>>>> scheiterte
>>>>>> dabei zugleich.
>>>>>>
>>>>>> Sie wurde in am 27. Juni 1869 in Kovno, Russland/Litauen, als Tochter
>>>>>> eines
>>>>>> jüdisch-russischen Ehepaares geboren und verbrachte ihre Kindheit in
>>>>>> Kurland
>>>>>> und Königsberg. 1882 zog sie mit ihren Eltern nach Petersburg, von wo aus
>>>>>> sie zusammen mit ihrer älteren Schwester Helene 1886 als Siebzehnjährige
>>>>>> aus
>>>>>> dem bürgerlichen Elternhaus "ausbrach" und in die USA übersiedelte. In
>>>>>> New
>>>>>> Haven und Rochester erlebte sie als Textilarbeiterin proletarische
>>>>>> Lebensverhältnisse und begann ihre politische Sozialisation und
>>>>>> Personalisation in der Arbeiterbewegung. Es ist die Zeit der
>>>>>> Arbeiterkämpfe
>>>>>> in den USA. Für den 1. Mai 1886 wird von den Gewerkschaften zum
>>>>>> Generalstreik für den Achtstundentag ausgerufen und am 4. Mai 1886 wird
>>>>>> erstmalig in den USA in Chicago auf dem Heumarkt ("Haymarket") eine Bombe
>>>>>> bei einer Arbeiterdemonstration geworfen, die mehrere Polizisten tötete
>>>>>> (vgl. Karasek (Hg) 1975; Nuhn 1992). Dies führte zur Verhaftung von acht
>>>>>> Anarchisten, davon sechs deutsche Einwanderer, von denen fünf zum Tode
>>>>>> verurteilt wurden. Bereits wenige Jahre später stand fest, dass es sich
>>>>>> bei
>>>>>> den Verhafteten und Verurteilten um einen Justizirrtum handelte, der mehr
>>>>>> oder weniger bewusst politisch inszeniert wurde.
>>>>>>
>>>>>> Dieses "Haymarket-Massaker" und die Hinrichtung von vier Anarchisten am
>>>>>> 11.
>>>>>> November 1887 - einer der Verurteilten, Louis Lingg, beging mit einer
>>>>>> Patrone, die er im Mund zündete, vorher Selbstmord - politisierte und
>>>>>> radikalisierte weite Teile der amerikanischen ArbeiterInnenbewegung.
>>>>>> Unter
>>>>>> dem Eindruck dieses Justizmordes und der ArbeiterInnenkämpfte wurde die
>>>>>> junge Emma Goldman zur militanten Anarchistin. Zwei Jahre später, 1889,
>>>>>> lernte sie in New York, wo sie nun lebte, den ehemaligen deutschen
>>>>>> Sozialdemokraten und jetzigen Anarchisten, Johann Most, kennen, der mit
>>>>>> seiner Zeitschrift Freiheit zum Wortführer des damaligen militanten
>>>>>> Anarchismus in den USA wurde. in diesem Zeitraum beginnt auch die
>>>>>> lebenslange Freundschaft zu Alexander Berkman, der ebenfalls aus Russland
>>>>>> in
>>>>>> die USA emigrierte, dort zum Anarchisten wurde und gemeinsam bis zu
>>>>>> seinem
>>>>>> Freitod 1936 an der Seite Goldmans politisch - oftmals in ihrem Schatten
>>>>>> -
>>>>>> wirkte und bis heute zu einem der herausragenden Anarchisten aus dem
>>>>>> ersten
>>>>>> Drittel des 20. Jahrhunderts zählt (vgl. Berkman 1927, 1982). Am 23. Juli
>>>>>> 1892 schoss Berkman den Industriellen Henry Clay Frick, der für ein
>>>>>> Massaker
>>>>>> an streikenden Stahlarbeitern und die Vertreibung aus ihren Häusern
>>>>>> verantwortlich gemacht wurde, mit mehreren Pistolenschüssen nieder.
>>>>>> Dieses
>>>>>> Attentat wurde gemeinsam von Goldman und Berkman geplant. Berkman wurde
>>>>>> verhaftet und zu 21 Jahren Kerker verurteilt, wurde aber vorzeitig nach
>>>>>> 14
>>>>>> Jahren im Mai 1906 wieder entlassen (seine Gefängniserinnerungen
>>>>>> erschienen
>>>>>> 1912 in New York und 1927 in Berlin auf Deutsch). Goldman tauchte
>>>>>> erstmals
>>>>>> unter. In den folgenden 1890er Jahren entwickelte sich Goldman immer mehr
>>>>>> zu
>>>>>> einer profilierten Rednerin der sozialrevolutionären und anarchistischen
>>>>>> Bewegung in den USA und wurde in diesem Zusammenhang auch immer wieder
>>>>>> verhaftet und zu Kerker verurteilt. Ab Mitte der 1890er Jahre besucht sie
>>>>>> zu
>>>>>> Vortragsreisen zunehmend Europa (England, Frankreich, Schweiz,
>>>>>> Österreich)
>>>>>> -
>>>>>> sie spricht englisch, deutsch und russisch - und entwickelt sich auch
>>>>>> hier
>>>>>> zu einer wortgewaltigen Agitatorin der ArbeiterInnen- und Frauenbewegung.
>>>>>>
>>>>>> Als der aus Polen stammende anarchistische Einzeltäter Leon Czoigocz 1901
>>>>>> in
>>>>>> Buffalo den amerikanischen Präsidenten McKinley erschoss, wurde auch
>>>>>> Goldman, die dieses Attentat ablehnte und nichts damit zu tun hatte,
>>>>>> verhaftet. In dem nach diesem Mord einsetzenden Klima der
>>>>>> Radikalenverfolgung in den USA arbeitete Goldman von 1901 bis 1903 als
>>>>>> Pflegerin und Näherin unter falschem Namen ("Miss Smith") und zog sich
>>>>>> aus
>>>>>> der politischen Arbeit zurück.
>>>>>>
>>>>>> Zusammen mit Berkman, der 1906 aus dem Gefängnis entlassen wurde, gründet
>>>>>> sie in diesem Jahr ihre Monatszeitschrift Mother Earth, die bis zu ihrer
>>>>>> Abschiebung in die UdSSR 1917 zum wichtigsten Organ der anarchistischen
>>>>>> Bewegung in den USA wurde. Sie wurde wieder zur "öffentlichen" Person,
>>>>>> trat
>>>>>> als politische Rednerin in Erscheinung und unternahm zahlreiche
>>>>>> Vortragstouren in den USA und in Europa, wo sie u.a. 1917 als Delegierte
>>>>>> am
>>>>>> Zweiten Anarchistenkongress in Amsterdam mitwirkt. In den USA wird sie
>>>>>> immer
>>>>>> wieder verhaftet, verhört und eingesperrt. In diesen Zeitraum fällt auch
>>>>>> ihr
>>>>>> pädagogisches und bildungspolitisches Interesse. Sie engagierte sich ab
>>>>>> etwa
>>>>>> 1909 zusammen mit anderen AnarchistInnen für eine libertäre
>>>>>> Alternativschulbewegung im Anschluss an die Ermordung des spanischen
>>>>>> Reformpädagogen Franciso Ferrer 1909 und inspirierte eine
>>>>>> Schulreformbewegung mit zahlreichen Ferrer-Schulgründungen in der
>>>>>> Folgezeit
>>>>>> (Klemm 2004).
>>>>>>
>>>>>> Das vielleicht interessanteste biographische Dokument ihres
>>>>>> ereignisreichen
>>>>>> und bewegten Lebens ist der erotische Briefwechsel aus diesem Zeitraum
>>>>>> mit
>>>>>> dem Arzt Ben Reitman, der 1974 zufällig entdeckt und von Candace Falk in
>>>>>> einer Biographie verarbeitet wurde (Falk 1984). Diese dort dokumentierte
>>>>>> leidenschaftliche Beziehung zu Ben Reitman, der in den USA auch als
>>>>>> "König
>>>>>> der Hobos" (Tippelbrüder) bekannt wurde, dauerte von 1908 bis 1917 und
>>>>>> spielt in Goldmans privatem wie auch politischem Leben eine zentrale
>>>>>> Rolle.
>>>>>> Sie schreibt selbst: "Wenn unser Briefwechsel je veröffentlicht werden
>>>>>> sollte, würde die Welt schlechthin entsetzt sein, dass ich, die verwegene
>>>>>> Emma Goldman, die überzeugte Revolutionärin, die Frau, die alle Gesetze
>>>>>> und
>>>>>> Konventionen spottet, sich so hilflos wie ein Schiffswrack auf einem
>>>>>> wütenden Ozean gebärdet" (in: Falk 1989, S. 11). Goldman, die das Ideal
>>>>>> der
>>>>>> "Freien Liebe" propagierte, wird, so Falk, hier zur "Sklavin ihrer
>>>>>> Leidenschaft" (ebd. S. 13).
>>>>>>
>>>>>> Seit Ausbruch des I. Weltkrieges engagiert sie sich als aktive
>>>>>> Antimilitaristin und gründet zusammen mit Berkman die "No Conscription
>>>>>> League", die 1917 verboten wird. Berkman und Goldman werden in diesem
>>>>>> Jahr
>>>>>> wegen "antimilitaristischer Umtriebe" verhaftet und kommen für zwei Jahre
>>>>>> ins Gefängnis. 1919 findet die Deportation zusammen mit anderen
>>>>>> russischstämmigen AnarchistInnen in die UdSSR statt. Die Begeisterung für
>>>>>> dieses "gelobte" Land war bei den anarchistischen SozialrevolutionärInnen
>>>>>> zu
>>>>>> diesem Zeitpunkt zunächst noch groß. Die Ernüchterung über die repressive
>>>>>> und totalitäre Politik kam jedoch alsbald. Nach der Niederschlagung der
>>>>>> Kronstadter Matrosen-Rebellion von 1921 und der Zerschlagung der
>>>>>> ukrainisch-anarchistischen Freiheitsbestrebungen von Nestor Machno,
>>>>>> verlassen Goldman und Berkman die UdSSR 1921 und gehen zunächst nach
>>>>>> Berlin.
>>>>>> 1922 erscheint im deutschen Verlag Der Syndikalist ihre Abrechnung mit
>>>>>> dem
>>>>>> Sowjetischen Regime unter dem Titel "Die Ursachen des Niedergangs der
>>>>>> Russischen Revolution" mit einem Vorwort ihres Freundes Rudolf Rocker
>>>>>> (Goldman 1922). Sie heiratet formal den Minenarbeiter James Colton aus
>>>>>> Wales, um die britische Staatsbürgerschaft zu bekommen und unternimmt
>>>>>> wieder
>>>>>> zahlreiche Vortragsreisen durch Europa und Kanada. Ihr langjähriger
>>>>>> Freund
>>>>>> und politischer Weggefährte, Alexander Berkman, lebt verarmt und
>>>>>> staatenlos
>>>>>> in Frankreich, erkrankt an einem Krebsleiden und begeht am 27. Juni 1936
>>>>>> Selbstmord. Für Goldman, die mehrmals verheiratet war und über einen
>>>>>> großen
>>>>>> männlichen Bekanntenkreis verfügte, war Berkman vermutlich der wichtigste
>>>>>> (politische) Mensch in ihrem Leben gewesen. Das Duo Goldman-Berkman, die
>>>>>> beide aus russisch-jüdischen Familien stammten, beide in den 1880er
>>>>>> Jahren
>>>>>> in die USA auswanderten und beide dort über den Deutschen Johann Most und
>>>>>> die "Haymarket- Tragödie" politisiert wurden, zählt zu den wichtigsten
>>>>>> "Motoren" der anarchistischen Bewegung in Nordamerika und Europa zu
>>>>>> Beginn
>>>>>> des 20. Jahrhunderts. Die letzten Jahre ihres Lebens engagierte sie sich
>>>>>> mit
>>>>>> aller Kraft für die AnarchistInnen im Spanischen Bürgerkrieg (1936-1939).
>>>>>> Sie stirbt am 14. Mai 1940 im Alter von siebzig Jahren nach einem
>>>>>> Schlaganfall auf einer Vortragsreise in Toronto und wurde in Chicago, dem
>>>>>> Ort der dramatischen Arbeiterkämpfe in den späten 1880er Jahren,
>>>>>> beigesetzt.
>>>>>> Überblicken wir heute das Leben Goldmans, dann können wir ihrem Freund
>>>>>> und
>>>>>> Biographen Rudolf Rocker zustimmen, der 1922 im Vorwort zu ihrer Schrift
>>>>>> über die Russische Revolution schrieb: "Unter den propagandistischen
>>>>>> Vertretern der modernen anarchistischen Bewegung ist Emma Goldman
>>>>>> zweifellos
>>>>>> eine der hervorragendsten und eigenartigsten Persönlichkeiten - ein groß
>>>>>> angelegter Charakter" (Rocker 1922, S. 3).
>>>>>>
>>>>>> Emma Goldman und die Ferrer-Bewegung in den USA
>>>>>>
>>>>>> Goldman zählt zusammen mit Leonhard Abbott, Alexander Berkman und
>>>>>> Voltairine
>>>>>> de Cleyre zu jenem Kreis von AnarchistInnen in den USA, die unmittelbar
>>>>>> nach
>>>>>> dem Tod des spanischen Reformpädagogen Francisco Ferrer eine
>>>>>> Ferrer-Schulbewegung initiierten.
>>>>>>
>>>>>> Goldman interessierte sich bereits einige Jahre zuvor für anarchistische
>>>>>> Schulprojekte und besuchte 1900 den anarchistischen Lehrer Paul Robin in
>>>>>> seiner Waisenhaus-Schule in Cempuis in Frankreich und 1907, auch in
>>>>>> Frankreich, die anarchistische Schule "La Ruche" von Sébastian Faure
>>>>>> (Goldman 1907), über die sie schrieb: "My visit to La Ruche was a
>>>>>> valuable
>>>>>> experience that made me realize how much could be done, even under the
>>>>>> present system, in the way of libertarian education" (zitiert nach Avrich
>>>>>> 1980, S. 39). Faure gilt zusammen mit Francisco Ferrer und dem Franzosen
>>>>>> Jean Robin zu den Klassikern einer libertären Reformpädagogik ab Ende des
>>>>>> 19. Jahrhunderts, die die libertären Ideen von Gleichheit, Rationalität
>>>>>> und
>>>>>> Freiheit in pädagogische Modelle umsetzten (vgl. Grunder 1993, Klemm
>>>>>> 2004).
>>>>>> In ihrer Zeitschrift Mother Earth erscheinen von ihr (z.B. Goldman 1906,
>>>>>> 1907, 1909) und von anderen pädagogisch orientierten Libertären (z.B.
>>>>>> Abbott
>>>>>> 1911, hier 1988) immer wieder Beiträge grundsätzlicher Art über das Wesen
>>>>>> einer libertären Erziehung und Bildung und machten Mother Earth zu einem
>>>>>> wichtigen Kommunikationsorgan libertärer Bildungs- und
>>>>>> Erziehungsalternativen in den USA. Ein Aufsatz von Voltairine de Cleyre
>>>>>> über
>>>>>> Ferrer erschien in deutscher Übersetzung in der von Gustav Landauer
>>>>>> herausgegeben Zeitschrift Der Sozialist 1914 in fünf Folgen (Cleyre
>>>>>> 1914).
>>>>>> Eine Reihe weiterer Beiträge aus Mother Earth von Goldman, Berkman und de
>>>>>> Cleyre erschienen als Übersetzungen in Der Sozialist in der Zeit vor dem
>>>>>> I.
>>>>>> Weltkrieg.
>>>>>>
>>>>>> Einen grundsätzlichen Beitrag zur Pädagogik Ferrers veröffentlichte
>>>>>> Goldman
>>>>>> in ihrem Essayband "Anarchism and other Essays" (1911, hier 1969(a), S.
>>>>>> 145-166).
>>>>>>
>>>>>> Diese Ferrer-Schul-Bewegung in den USA trägt in den ersten Jahren die
>>>>>> Handschrift Goldmans als Mitinitiatorin und dokumentiert ihr
>>>>>> bildungspolitisches Engagement, das gleichrangig - wenn auch nicht so
>>>>>> kontinuierlich - zu ihrem Engagement für die Gleichberechtigung der
>>>>>> Frauen
>>>>>> zu sehen ist. Die Bildungs- und Frauenpolitik haben bei Goldman denselben
>>>>>> Ursprung im anarchistischen Denken von Freiheit und Gleichheit des
>>>>>> Menschen.
>>>>>> Obgleich Goldman nur selten im eigentlich pädagogischen Sinne mit Kindern
>>>>>> tätig war, müssen wir sie im Kontext der libertären Reformpädagogik zu
>>>>>> Beginn des 20. Jahrhundert diskutieren und als Repräsentantin der
>>>>>> amerikanischen Alternativschulbewegung würdigen. Ein erster Ansatz hierzu
>>>>>> im
>>>>>> deutschsprachigen Diskurs erfolgte 1988 durch Hans-Ulrich Grunder in
>>>>>> seiner
>>>>>> Studie über weibliche Bildung (Grunder 1988).
>>>>>>
>>>>>> Für Goldman sind es vor allem zwei pädagogische Elemente, die ihr
>>>>>> libertäres
>>>>>> Konzept definieren: Einmal der Emanzipationsgedanke in der Erziehung von
>>>>>> Jungen und Mädchen und zweitens die Zwangsstrukturen der Schulen, die als
>>>>>> Bildungsinstitution Herrschaft ausüben, wo Freiheit notwendig wäre:
>>>>>> Schule
>>>>>> als Ort des Drills und Erziehung als Instrument der Manipulation. Damit
>>>>>> steht sie in der Tradition libertärer Pädagogen wie Faure, Robin und
>>>>>> Ferrer,
>>>>>> die eine rationale, ganzheitliche und koedukative Bildung anstreben.
>>>>>>
>>>>>> Emma Goldman - eine "erfolgreiche" Frau?
>>>>>>
>>>>>> Das Prädikat "erfolgreich" ist - und dies erscheint als Trivialität -
>>>>>> relativ. In diesem Sinne ist Goldmans Leben "sowohl als auch"
>>>>>> erfolgreich.
>>>>>> Erfolgreich aus dem Blickwinkel etablierter gesellschaftlicher
>>>>>> Verhältnisse
>>>>>> war sie als Anarchistin bestimmt nicht: Die "rote Emma" war vorbestraft,
>>>>>> des
>>>>>> Landes verwiesen und wurde einmal als "gefährlichste Frau der USA"
>>>>>> bezeichnet. Sie war mehrmals verheiratet, pflegte die "freie Liebe" und
>>>>>> setzte sich für Schwangerschaftsunterbrechung ein.
>>>>>>
>>>>>> Erfolgreich war sie auch nicht im traditionell-privaten Sinne: Sie hatte
>>>>>> keine Familie mit Kindern und Enkeln, die sich um Mutter und Oma sorgten
>>>>>> und
>>>>>> sie lebte auch nicht mit einem "treu liebenden" Ehemann "bis ans Ende des
>>>>>> Lebens" glücklich zusammen. Und auch im wirtschaftlichen Sinne war sie
>>>>>> wenig
>>>>>> erfolgreich: Sie hatte weder ein Vermögen noch ein Haus noch eine
>>>>>> karriereorientierte Berufsbiographie oder Ausbildung. Sie lebte oft von
>>>>>> der
>>>>>> Hand in den Mund und befand sich einen Großteil ihres Lebens auf der
>>>>>> Flucht,
>>>>>> im Gefängnis, auf anstrengenden Vortragsreisen oder in der
>>>>>> Auseinandersetzung mit politischen Gegnern. Urlaub und Freizeit kannte
>>>>>> sie
>>>>>> nicht.
>>>>>>
>>>>>> Was ist also das "Erfolgreiche" in ihrem Leben? Sie war und ist
>>>>>> erfolgreich
>>>>>> im politisch-emanzipatorischen Sinne. Sie hat den herrschenden
>>>>>> Verhältnissen
>>>>>> auf die "Finger geklopft".
>>>>>>
>>>>>> Sie konnte sie zwar unmittelbar nicht verändern, sie hinterließ jedoch
>>>>>> nachhaltige Spuren als Frauenrechtlerin, als Bildungspolitikerin und als
>>>>>> Revolutionärin. Sie war jedoch keine Theoretikerin und hinterließ auch
>>>>>> kein
>>>>>> publizistisches "Lebenswerk", das in die "Große Bibliothek des 20.
>>>>>> Jahrhunderts" eingeordnet werden könnte. Ihre Publikationen waren Kampf-
>>>>>> und
>>>>>> Agitationsschriften. Sie war eine Frau des Wortes, nicht der Schrift.
>>>>>>
>>>>>> Sie konnte Menschen für die Freiheit "face to face" begeistern, sie gab
>>>>>> Menschen Mut, sich für ihre Belange gegenüber herrschenden Dritten zu
>>>>>> wehren.
>>>>>>
>>>>>> Wir spüren bei Goldman neben ihrem Mut aber auch so etwas wie Demut vor
>>>>>> dem
>>>>>> Leben und der Freiheit des Menschen. Sie litt vermutlich auch - und dies
>>>>>> sehen wir besonders in ihren Liebesbriefen - unter der Dynamik und
>>>>>> Erwartungshaltung ihrer Popularität. Ihre politische und kognitive Stärke
>>>>>> und Disziplin machte sie einerseits erfolgreich und berühmt und
>>>>>> andererseits
>>>>>> verarmte ihre emotionale Seite. Als Pädagogin in einer vor ihr
>>>>>> mitbegründeten Ferrer-Schule wäre sie vielleicht fehl am Platz gewesen.
>>>>>> Die
>>>>>> Fotos, die wir von ihr kennen, zeigen keine lachende Emma Goldman. Sie
>>>>>> wirkte stets ernst, konzentriert und angespannt. Auf einem Foto von 1938
>>>>>> -
>>>>>> zwei Jahre vor ihrem Tod - im Kreise spanischer CNT-FAI-Genossen während
>>>>>> des
>>>>>> spanischen Bürgerkrieges hinterlässt dieser ernste Gesichtsausdruck einen
>>>>>> erschöpften und verbitterten Eindruck (vgl. Falk 1987, Foto Nr. 39/41).
>>>>>> Ist
>>>>>> dies der Preis einer "erfolgreichen" Revolutionärin, die für Generationen
>>>>>> von Männern und Frauen zum Vorbild wurde?
>>>>>>
>>>>>> Goldman ist im 20. Jahrhundert zu einer Ikone des Widerstands gegen
>>>>>> Unterdrückung und Tyrannei geworden.
>>>>>>
>>>>>> Sie lebte ihr Leben stolz, aufrecht, mutig und demütig. Sie zählt zu den
>>>>>> großen Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts und verdient Beachtung als
>>>>>> Frau
>>>>>> und Revolutionärin.
>>>>>>
>>>>>> Ulrich Klemm
>>>>>>
>>>>>>
>>>>>> Zum Autor
>>>>>>
>>>>>> Prof. Dr. phil. Ulrich Klemm, Diplom-Pädagoge, Honorarprofessor für
>>>>>> Erwachsenenbildung an der Uni Augsburg, Mitinhaber des Verlages Klemm &
>>>>>> Oelschläger, 20 Jahre Fachbereichsleiter an der Ulmer Volkshochschule,
>>>>>> derzeit Unternehmensberater im Gesundheitswesen.
>>>>>>
>>>>>> Neuere Veröffentlichungen u.a. Leo Tolstoi - Libertäre Volksbildung
>>>>>> (2004),
>>>>>> Francisco Ferrer (2004), Lernen für die Eine Welt (2005), Freiheit &
>>>>>> Anarchie. Eine Einführung in den Anarchismus (2005)
>>>>>>
>>>>>>
>>>>>> Literatur
>>>>>>
>>>>>> Abbott, L.: Das Ideal libertärer Erziehung. In: H. Baumann/U. Klemm
>>>>>> (Hg.):
>>>>>> Anarchismus und Schule. Werkstattbericht Pädagogik, Bd. 2.
>>>>>> Grafenau-Döffingen 1988, S. 111-115; erstmals in: Mother Earth, Nr.
>>>>>> 2/1911,
>>>>>> S. 118-121
>>>>>>
>>>>>> Avrich, P.: The Modern School Movement. Anarchism and Education in the
>>>>>> United States. Princeton 1980
>>>>>>
>>>>>> Ahrens, H./Degen, H.-J./Geist, Ch. (Hg.): "Tu was Du willst" Anarchismus
>>>>>> -
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s.a.

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>>>>>> CONTRASTE - Monatszeitung für Selbstorganisation
>>>>>> http://www.contraste.org
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>>>>>> CONTRASTE - LIST at Yahoo!Groups
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s.a.


===Emma Goldmann]], Living my life. ===
http://libris.kb.se/bib/10556749
in digital zu lesen. sotosay das ebook der kw05

und seit heute ist ein zitat von emma im open advent 2012
cool.

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