Samstag, 4. August 2012

Heinz von Foerster (1911-2002)

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>> Das Institut für Zeitgeschichte der Universität Wien beherbergt seit dem
>> Jahr 2000 mit dem Heinz von Foerster-Archiv eine
>> wissenschaftshistorische Besonderheit. Das Archiv des Physikers und
>> Kybernetikers Heinz von Foerster (1911-2002) umfasst neben
>> tagebuchartigen Aufzeichnungen, sogenannten "Do-Books", Manuskripten aus
>> seiner Tätigkeit als Journalist für "Radio Rot-Weiß-Rot" in den Jahren
>> 1948-49, Druckfahnen, Korrespondenzstücken und Einbandentwürfen für die
>> "McCulloch-Edition" auch Manuskripte, Fahnenkorrekturen und Verlags-
>> bzw. Herausgeberkorresponenzen zu eigenen Publikationen, etwa den
>> Macy-Konferenzen, sowie Unterrichtsmaterialien, Personenmappen und
>> Clippings. Die Bestände sind mittlerweile nahezu vollständig erschlossen
>> und in einem Online-Katalog auf der Website des Archivs abrufbar.
>> Das Heinz von Foerster-Archiv sowie das Leben und Werk Heinz von
>> Foersters wird anlässlich des Treffens der Sammlungen der Universität
>> Wien und der am gleichen Tag stattfindenden Heinz von Foerster-Lecture
>> '08 in einer Ausstellung (13. Nov. bis 18. Dez. 2008) präsentiert.
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>> Weiterführende Links und Veranstaltungen:
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>> Objekt des Monats
>> <http://bibliothek.univie.ac.at/sammlungen/objekt_des_monats/003576.html>
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>> Heinz von Foerster Lecture 08
>> <http://www.univie.ac.at/zeitgeschichte/aktuelles/files/2008/HvF-lecture2008_o-%20wiener.pdf>:
>>
>> Heinz von Foerster's Birthdayparty <http://www.echoraum.at/hvf08.htm>:
>> Meet a cybernetician – videos on demand.
>> 14.11.2008, 20:00, Echoraum, Sechshausergasse 66, 1150 Wien
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Der Radikale Konstruktivismus, wie er hier vorgestellt wird, geht
zurück auf Heinz v. Foerster, Ernst v. Glasersfeld, Paul Watzlawick
u.a. Ihr Ansatz interpretiert sowohl Wittgensteins Vermutung "Diese
Welt ist meine Welt" als auch ein grundlegendes Ergebnis der
Kognitionswissenschaften, daß nämlich die Nervenzellen lediglich die
Intensität einer Erregung codieren, nicht aber deren Art und Herkunft.
Entgegen der Auffassung der traditionellen philosophischen
Erkenntnistheorie, die den Unterschied von Subjekt und Objekt als
konstitutiv für die Philosophie ansieht, vertritt der Radikale
Konstruktivismus den Standpunkt, daß es keine vom Beobachter
unabhängige Wirklichkeit gibt und daß wir unsere Wirklichkeit selbst
konstruieren. Danach ist das Objekt immer nur Objekt eines Subjekts
und der Anspruch ist, daß man mit dieser Alternative die Komplexität
der in den Wissenschaften untersuchten Prozesse und die Bedeutung der
einzelnen Elemente in diesen Prozessen angemessener erklären kann als
mit anderen Theorien.

0408 via vab

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