Samstag, 9. April 2016

Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)

+++ IM STILLEN GEDENKEN an Dietrich Bonhoeffer +++

Dietrich Bonhoeffer (* 4. Februar 1906 in Breslau; † 9. April 1945 im
KZ Flossenbürg) war ein lutherischer Theologe, profilierter Vertreter
der Bekennenden Kirche und am deutschen Widerstand gegen den
Nationalsozialismus beteiligt.

Ab April 1933 nahm er öffentlich Stellung gegen die
nationalsozialistische Judenverfolgung und engagierte sich im
Kirchenkampf gegen die Deutschen Christen und den Arierparagraphen. Ab
1935 leitete er das Predigerseminar der Bekennenden Kirche in
Finkenwalde, das, später illegal, bis 1940 bestand. Etwa ab 1938
schloss er sich dem Widerstand um Wilhelm Franz Canaris an. 1940
erhielt er Redeverbot und 1941 Schreibverbot. Am 5. April 1943 wurde
er verhaftet und zwei Jahre später (am 09.April 1945 - heute vor 71
Jahren) auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers als einer der letzten
NS-Gegner, die mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 in Verbindung
gebracht wurden, hingerichtet. ‪#‎WeisseRose‬




2016-03-30 21:09 GMT+02:00 Karl Dietz <karl.dz@gmail.com>:
> »Gehorsam folgt blind,
> Freiheit hat offene Augen.«
> Dietrich Bonhoeffer
>
>
> noch ein schönes zitat von h. bonhoeffer
> einer von viel zu vielen, den die nazis ermordeten
>
>
>
>
>
>
> 2016-03-27 17:35 GMT+02:00 Karl Dietz <karl.dz@gmail.com>:
>>
>>
>> Als Gilgamesch den Tod seines Freundes Enkidu erlebte, begegnete er
>> zum ersten Mal dem Nichts. Er schaute ihm ins Gesicht und fiel in den
>> Abgrund des Seins; einen Abgrund, in dem der Mensch zum Freisein
>> verurteilt war. Mit einem Schlag wurde ihm bewusst, dass er in die
>> Weltkontingenz hineingeworfen worden war. Denn zum ersten Mal verstand
>> der Mensch, dass er ohne Götter leben muss. Er verlor die Angst vor
>> den Göttern. Das bedeutete Freiheit <http://coforum.de/index.php?301>,
>> was so viel heißt wie Tragik des Lebens. Aber auch: Genießen des
>> Augenblicks, Freude am Dasein, an der Tätigkeit des Körperlichen wie
>> des Geistigen.
>>
>> Das ist vielleicht die älteste Geschichte der menschlichen
>> Zivilisation, die in der Faktizität des Daseins den an
>> Selbstbewusstsein gewinnenden Menschen beschreibt. Ihrem Grundgedanken
>> liegt eine Philosophie <http://coforum.de/index.php?1430> der
>> Ichwerdung zugrunde, welche der im Europa des 19. und 20. Jahrhunderts
>> entwickelten Existenzphilosophie besonders nahe steht. Die Philosophie
>> des Gilgamesch-Epos hat keine Religion
>> <http://coforum.de/index.php?2071> hervorgebracht, die an einem
>> Ewigkeitsgedanken oder einem anderen Dogma festhielt; sie hat der
>> Faktizität der Endlichkeit in die Augen geschaut. Ihre Aktualität ist
>> unbestreitbar; sie hat eine überzeitliche Bedeutung. Alle menschliche
>> Tätigkeit schöpft aus dieser Quelle: Der Menschwerdungsgedanke bzw.
>> das Bewusstsein der Ichwerdung war der Beginn des Denkens und ist der
>> Prozess allen Werdens. Diese Philosophie umfasst Alles und Nichts, sie
>> ist das Ergebnis von Gestern und Heute. Nietzsches Gedanke von der
>> ewigen Wiederkunft des Gleichen lässt sich aus dieser Perspektive
>> leicht erklären.
>>
>> An der Verwirklichung der beiden Grundelemente des Menschen, der
>> Tragik und des Genusses scheiterte der Mensch. Die Götter langweilten
>> sich, darum schufen sie die Menschen, stellt Kierkegaard sehr
>> gelangweilt fest. Es ist anzunehmen, dass die Menschen sich ebenfalls
>> langweilten, weshalb sie die Götter schufen.
>>
>> Das Projekt Max Stirner <http://coforum.de/index.php?1947> ist ein
>> Tropfen auf diese Geschichte des Seins. Es ist aber auch ein
>> Ausgangspunkt, um zu werden. Ein Mittelpunkt, um zu wachsen und um zu
>> vergehen.
>>
>> Ein Umherwandern in der Welt der Gedanken verbindet die Tragik und den
>> Genuss des Lebens miteinander, ohne in die Welt der toten Gedanken
>> hineinzufallen. Das will heißen: Die Philosophie ist ein Niemandsland,
>> denkt Bertrand Russell <http://coforum.de/index.php?1698>. Das Leben
>> ist ein Niemandsland. So gesehen ist die Philosophie tatsächlich weder
>> ein Dogma noch eine exakte Wissenschaft. Sie ist ein Abenteuer, in dem
>> die Gedanken zu tanzen beginnen. Aus dieser Perspektive untersucht das
>> Projekt Max Stirner die Philosophie Stirners mit einer Haltung, die
>> auf diesem Niemandsland skeptisches Denken zu schätzen weiß.
>>
>> H. Ibrahim Türkdogan erlaubt ausdrücklich das Verwenden seiner Texte
>> in CoForum <http://coforum.de/index.php?93>. Vielen Dank dafür. --ToKa
>> <http://coforum.de/index.php?121>
>>
>>
>>
>>
>>>
>>>
>>> Am 27.03.2016 14:03, schrieb Karl Dietz:
>>>>
>>>> ich blieb am satz
>>>>
>>>>
>>>> Glauben an Einen Gott, Den Es Nicht Gibt: Manifest Eines ... - Seite 85
>>>> https://books.google.de/books?isbn=3290176630
>>>> Klaas Hendrikse - 2013 - ‎Vorschau
>>>> Mit der Schlussfolgerung, dass es Gott nicht gibt, hat sich für einen
>>>> Atheisten die Sache erledigt: Gott gibt es nicht, Punkt. Für einen
>>>> Gläubigen fängt sie jetzt erst an: Gott gibt es nicht, Komma. Und
>>>> dann? Gibt es da nach dem Komma noch ...
>>>>
>>>>
>>>> hängen
>>>>
>>>>
>>>>
>>>>> ...
>>>>> Dietrich Bonhoeffer schrieb 1944 in einem Brief aus dem Gefängnis
>>>>> Berlin-Tegel: Gott sei als moralisch, politisch, naturwissenschaftliche
>>>>> Arbeitshypothese abgeschafft und überwunden. Es gehöre zur
>>>>> intellektuellen
>>>>> Redlichkeit, diese Arbeitshypothese fallen zu lassen. »Der Gott, der uns
>>>>> in
>>>>> der Welt leben lässt ohne die Arbeitshypothese Gott, ist der Gott, vor
>>>>> dem
>>>>> wir dauernd stehen. Von und mit Gott leben wir ohne Gott (...) Einen
>>>>> Gott,
>>>>> den es gibt, gibt es nicht.«
>>>>>
>>>>> Einen Gott, den es gibt, gibt es nicht
>>>>> Haben Religion und Glaube in einer von den Naturwissenschaften
>>>>> entzauberten
>>>>> Welt überhaupt noch Platz? Ein Antwortversuch
>>>>> Von Jürgen Amendt
>>>>> http://www.neues-deutschland.de/artikel/1006337.einen-gott-den-es-gibt-gibt-es-nicht.html

tnx, i!

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