Freitag, 6. Mai 2016

World Cafe - Das kollektive Wissen ...

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> http://karldietz.blogspot.com/2010/01/dialogue-and-art-of-thinking-together.html
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> > Aus CONTRASTE Nr. 277 (Oktober 2007)
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> > DAS KOLLEKTIVE WISSEN EINER GRUPPE ZUSAMMENBRINGEN - DIE METHODE WORLD CAFE
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> > World Café
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> > In einer entspannten, lockeren Atmosphäre finden sich Menschen in
> > verschiedenen Kleingruppen zusammen. Auch Menschen, die sich nicht
> > kennen, kommen schnell miteinander in Kontakt und führen angeregte
> > Gespräche. So lässt sich kurz das Erfolgsgeheimnis der Methode World
> > Café zusammenfassen. Ist das Verfahren erst einmal in Gang gesetzt,
> > lässt sich auf diese Weise das kollektive Wissen von mehreren hundert
> > Menschen miteinander vernetzen und die gemeinsame Sicht aller zu einem
> > Thema deutlich machen.
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> > Beim World Café sind die Gruppen bewusst klein gehalten und wechselnd
> > zusammengesetzt. Die Diskussion ist ergebnisoffen. Nicht so
> > redegewandten TeilnehmerInnen fällt es leicht, sich am Gespräch zu
> > beteiligen. Da sich die Gruppen immer wieder neu mischen, verringert
> > sich die Gefahr, dass Wortführer den Gesprächsverlauf bestimmen. Zudem
> > arbeiten die TeilnehmerInnen ohne den Druck, Ergebnisse erzielen zu
> > müssen, und können auch unkonventionelle Ideen und Gedanken einbringen.
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> > Ganz ohne Vorbereitung funktioniert ein World Café allerdings nicht,
> > bestimmte Strukturierungselemente sind notwendig.
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> > Leitidee ist die entspannte Atmosphäre eines Straßencafés, indem sich
> > Menschen zwanglos unterhalten können. Jeweils vier oder fünf
> > TeilnehmerInnen sitzen an kleinen Tischen und unterhalten sich zunächst
> > für ca. 20 bis 45 Minuten zum vorgegebenen Thema. Danach wechselt jeder
> > an einen neuen Tisch und bringt die bisherigen Erkenntnisse als
> > "Botschaften" in die neu zusammengesetzte Runde ein. Nur einer bleibt
> > beim alten Tisch zurück. Als "Gastgeber" heißt er die neuen
> > TeilnehmerInnen willkommen und berichtet, was an seinem Tisch bislang
> > besprochen wurde. Dann arbeiten alle an der alten oder einer neuen
> > Fragestellung weiter, bis es zum nächsten Wechsel kommt. Die Ideen und
> > Vorschläge werden durch den Wechsel der Gruppenzusammensetzung und den
> > mündlichen Austausch zusammengeführt. Außerdem zeichnen die
> > TeilnehmerInnen ihre zentralen Gedanken auf die Papiertischdecken, die
> > am Tisch verbleiben. Diese papierenen Visualisierungen dienen als
> > weitere Inspirationsquelle und als Grundlage für die Bearbeitung der
> > Ergebnisse in anderen Arbeitsformen.
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> > Die Methode ist gut geeignet, um die Beteiligten bei der Ideenfindung
> > oder Bearbeitung von komplexen Sachverhalten oder kontroversen Themen
> > einzubeziehen. Je präziser die Aufgabenstellung formuliert ist, desto
> > besser. Denn so kann die Methode World Café am besten als Ideengenerator
> > funktionieren. Aber auch Meinungsbildung oder die Schärfung des
> > Problembewusstseins kann im Mittelpunkt stehen.
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> > Praktisch setzt die Methode World Café eine offene Diskussionskultur
> > voraus und die Bereitschaft aller Beteiligten, neuen Ideen und Ansichten
> > unvoreingenommen zu begegnen.
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> > Nähere Informationen unter www.theworldcafe.com und im Buch "World Café"
> > von Juanita Brown und David Isaacs, Carl Auer Verlag, ISBN
> > 978-3-89670-588-4.
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> > Aus: mitarbeiten 02/07
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> > CONTRASTE - Monatszeitung für Selbstorganisation
> > http://www.contraste.org

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