Sonntag, 19. Juli 2026, 17 Uhr, Gerda Taro Platz (Bopser), Stuttgart
Führung mit Irme Schaber zu Leben und Werk der in Stuttgart aufgewachsenen Fotografin Gerda Taro
Vor 90 Jahren, im Juli 1936, als der Spanische Bürgerkrieg ausbrach, stand eine junge Stuttgarterin mit der Kamera mit an vorderster Front: GERDA TARO. Sie war eine der ersten Kriegsreporterinnen der Geschichte. Jung, emanzipiert, jüdisch und antifaschistisch. Zusammen mit ihrem Lebenspartner und Kollegen Robert Capa revolutionierte sie den Blick auf den Krieg.
Die jüdische Emigrantin aus Stuttgart war die erste Frau, die direkt im Gefecht fotografierte, und die erste, die bei der Kriegsberichterstattung ums Leben kam. Ihre sensationellen Bilder aus dem Spanischen Bürgerkrieg bewegten die Welt. Am Taro-Memorial führt Irme Schaber aus Schorndorf, die weltbekannte Taro-Biographin, durch die bewegende Geschichte des Fotografen- und Liebespaars.
Eine Veranstaltung im Rahmen des Stuttgarter Fotosommers 2026.Ausführliches Programm unter: https://www.fotosommer-stuttgart.de/unordnung-2026
s.a.
Die heute als Kriegsfotografin bekannte Gerda Taro wurde als Tocher jüdisch-galizischer Einwanderer unter dem Namen Gerta Pohorylle in Stuttgart geboren. Ihre aktive Haltung gegen die Nationalsozialisten zwang sie 1933 zur Emigration ins französische Exil. In Paris lernte sie den ungarischen Fotografen André Friedmann kennen und lieben. Der Kontakt zu Fotografen wie Friedmann und dem ebenso in Paris lebenden deutschen Exilanten Fred Stein ließen sie das fotografische Handwerkszeug erlernen. Gemeinsam entschieden sich Pohorylle und Friedmann, ihre Geburtsnamen für Vermarktungszwecke durch Pseudonyme zu ersetzen: Robert Capa und Gerda Taro. Bald darauf gingen sie in den spanischen Bürgerkrieg, um von dort aus zu berichten.
Ihr Mut kostete Taro das Leben, sie starb mit nur 26 Jahren an den Folgen eines Unfalls, den sie bei einem Angriff der deutschen Legion Condor an der Brunete-Front im spanischen Bürgerkrieg erlitten hatte. Die Trauerfeier und das Begräbnis Taros in Paris wurden zur politischen Demonstration, an der sich Tausende beteiligten, um der zur Heldin stilisierten Fotografin das letzte Geleit zu geben.
Dennoch gerieten Taro und ihr fotografisches Werk bald in Vergessenheit und sie stand lange im Schatten ihres Partners Robert Capa. Heute gilt Taro als Pionierin der Reportagefotografie. Insbesondere die Tatsache, dass sie als erste Frau inmitten des Kampfgeschehens fotografierte, machten sie zum Vorbild für spätere Kriegsberichterstatterinnen. Die Ergebnisse der Taro-Forschung zeigen den Einfluss Taros auf die Karriere Robert Capas und heben gleichzeitig die Wichtigkeit ihres eigenen Werkes hervor.
Weiterführende Literatur:
Rogoyska, Jane: Gerda Taro. Inventing Robert Capa. London: Cape 2013
Schaber, Irme: Gerda Taro, Fotoreporterin: mit Robert Capa im Spanischen Bürgerkrieg. Marburg: Jonas-Verlag 2013
https://kuenste-im-exil.de/KIE/Content/DE/Personen/taro-gerda.html
Ihr Mut kostete Taro das Leben, sie starb mit nur 26 Jahren an den Folgen eines Unfalls, den sie bei einem Angriff der deutschen Legion Condor an der Brunete-Front im spanischen Bürgerkrieg erlitten hatte. Die Trauerfeier und das Begräbnis Taros in Paris wurden zur politischen Demonstration, an der sich Tausende beteiligten, um der zur Heldin stilisierten Fotografin das letzte Geleit zu geben.
Dennoch gerieten Taro und ihr fotografisches Werk bald in Vergessenheit und sie stand lange im Schatten ihres Partners Robert Capa. Heute gilt Taro als Pionierin der Reportagefotografie. Insbesondere die Tatsache, dass sie als erste Frau inmitten des Kampfgeschehens fotografierte, machten sie zum Vorbild für spätere Kriegsberichterstatterinnen. Die Ergebnisse der Taro-Forschung zeigen den Einfluss Taros auf die Karriere Robert Capas und heben gleichzeitig die Wichtigkeit ihres eigenen Werkes hervor.
Weiterführende Literatur:
Rogoyska, Jane: Gerda Taro. Inventing Robert Capa. London: Cape 2013
Schaber, Irme: Gerda Taro, Fotoreporterin: mit Robert Capa im Spanischen Bürgerkrieg. Marburg: Jonas-Verlag 2013
https://kuenste-im-exil.de/KIE/Content/DE/Personen/taro-gerda.html